Mehr Produktivität im Homeoffice, diese Ablenkung Vermeiden

Wer sich entschieden hat im Homeoffice zu arbeiten steht einigen Problemen gegenüber, welche es im normalen Büroalltag in dieser Form nicht gibt. 


Neutraler Arbeitsplatz

Schaffen sie sich einen Arbeitsplatz mit nur dem, was sie wirklich für ihre Arbeit benötigen. Das Handy kann man an einen anderen Platz legen, Benachrichtigungen auf lautlos schalten, und wichtigen Anrufern einen extra Klingelton geben.

Highperformer nutzen einen temporären URL-Blocker oder schaffen sich gleiche einen zweiten PC an. Dieser hat dann nur die Funktionen, die sie wirklich zum Arbeiten erforderlich sind, und z.B. keinen Internetzugang.

Gutes Gefühl am Arbeitsplatz

Stellen sie sich, dass sie den Arbeitsplatz stets mit einem guten Gefühl betreten. Entfernen sie alles was stört. Richten sie alles ein, was sie für die reibungslosen Abläufe ihrer Homeoffice-Tätigkeit brauchen. Das kann zum Beispiel der Wasserkocher oder die Kaffeemaschine sein, welche direkt am Arbeitsplatz(meiner Erfahrung nach) stehen sollte. Jeder Gang in die Küche, bzw. jeder Gang weg vom Arbeitsplatz kann einen für viele Minuten aus dem Ablauf bringen. 

Einfach Anfangen

Es gibt Tage, da wacht man auf, und möchte sich gleich wieder hinlegen. Hier ist es schon schwer den ersten Fuß aus dem Bett zu bekommen. Nun muss man das erste Mal den kritischen Punkt überwinden, sich einen starken mentalen Stoß geben und "einfach" aufstehen. Danach wird man erst einmal schwer in die Gänge kommen worauf ich meine eigene Strategie entwickelt habe immer ausreichend Standart-Arbeit mit viel Routine, wenig Nachdenken und dem Potential wenige Fehler zu machen(selbst wenn bei diesen Arbeiten Fehler entstehen, würden diese wenig Schaden anrichten). Diesen geht man dann für 1-2h nach, ist in dieser Zeit produktiv und kann danach umso motivierte die wichtigen Aufgaben des Tages angehen.

Aber diese Routinearbeiten lasse ich nicht zur Routine werden. Es gibt viele Morgende, da strotzt man nur so vor geistiger Schaffenskraft, Ideen und Kreativität. Diese Stunden sind selbstverständlich für die großen Arbeiten vorbehalten.

Die Pause

Nach über 7 Jahren Homeoffice Erfahrung fand ich für mich die beste Pauseneinteilung, welche ich kurz beschreiben möchte.

Ich stehe ohne Wecker nach meinem biologischen Rhythmus auf, das ist im Sommer zwischen 6 und 7 Uhr und im Winter zwischen 8 und 10 Uhr.

Ich frühstücke nicht und bei einer sehr schnellen Morgenroutine mache ich mir jedoch ein Heißgetränk wie (seltener)Kaffee oder grünen Tee. Der sehr große Vorteil beim Homeoffice ist, dass man früh morgens nicht gezwungen ist zu frühstücken obwohl der Körper noch überhaupt keine Nahrung möchte bzw. benötigt. Danach, das ganze dauert maximal 15min, fange ich ohne Umwege sofort an zu arbeiten. Zum "Wachwerden" wird der Posteingang bearbeitet. Bei mir ist zwischen dem Aufstehen und 11 bis max. 13 Uhr die höchste geistige Leistungsfähigkeit. Deshalb habe ich es mir zur Regel gemacht in dieser 1. Schicht die wichtigsten Aufgaben zu erledigen welche höchste geistige Konzentration beanspruchen.

Je nach Situation wird gegen 12 Uhr(jedoch spät. 13Uhr) Mittag gemacht an welches sich eine Stunde Mittagsschlaf anschließt.

Nach dem Mittagsschlaf ist bis 20 Uhr Freizeit, was nicht heist, dass, wenn ich lust zum arbeiten habe, ich nicht arbeite...

Nun startet gegen 20 Uhr die zweite Schicht, welche je nach Workflow schon einmal bis 4 Uhr morgens gehen kann, und man kommt trotzdem sehr gut um 8 von ganz allein wieder aus dem Bett.

Dies ist ein Beispiel, wie es sehr gut funktionieren kann, die Methode hat natürlich den Nachteil dass man bei ihr alleinstehend sein sollte, aber das 2-Schicht-System ist eine Versuchswoche sicherlich wert!

 

Mein Tip: Trinke einen anregenden(3min Ziehzeit bei max. 85°C) grünen Tee mit niedrigem Koffeingehalt wie z.B. japanischer Bancha(chinesischer Bancha ist meist sehr geschmacksarm) und versuche Kaffee auf ein Minimum zu reduzieren und ihn als Belohnung/Genussmittel einzusetzen. Das schafft einen wachen, motivierten Geist.

 

C. Prischmann 

 

Etappenziele

Oft scheut man sich mit bestimmten Arbeiten zu beginnen, weil sie so wahnsinnig umfangreich sind, und man weiß nicht einmal womit man überhaupt anfangen soll. Solche Arbeiten werden in 1-2h Abschnitte gegliedert, damit man immer ein kleines Päuschen in erreichbarer Nähe hat. Das motiviert und es fällt umso leichter anzufangen.

Vor einigen Jahren habe ich viele Monate lang versucht das Maximum an Leistung aus mir herauszuholen, indem ich 8, 10 oder 12h am Stück ohne Pause arbeitete. Dass ergebnis war nach einigen Tagen dann eine gewisse Befriedigung über das Geschaffte, jedoch hatte ich dann an den folgenden Tagen viel weniger Lust und es fiel mir dreifach schwer mich wieder neu zu motivieren überhaupt nur eine kleine 4h-Performance abzuliefern. Nach gut 3 Jahren dieser Arbeitsweise kann ich sagen, die Leistung glich sich bei mir über den langen Zeitraum im Mittel aus. So dass ich bei dem im vorigen Beitrag genannten Tagesplan viel besser fahre, da die Motivation aufgrund des angenehmen Tagesablaufes und gesundem Pausenmanagement fast von allein aufkommt.

 

C. Prischmann